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So goldig war die Henne

Die Preisträger der Goldenen Henne 2009

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© MDR

Der Preis

In Gedenken an Helga Hahnemann

1995 wurde der Publikumspreis ins Leben gerufen im Gedenken an die große Entertainerin, Komikerin und Sängerin Helga Hahnemann, die im November 1991 an Krebs starb. Ihr liebevoller Spitzname beim Publikum war "Henne" - deshalb eine Bronzefigur in Gestalt eines goldenen Huhns. Geschaffen hat die 3,5 Kilo schwere und 22 Zentimeter hohe Plastik übrigens der Berliner Künstler Christian Bonnet.

Big Helga - Mädel, du fehlst uns!
Helga Hahnemann brachte ihr riesiges Publikum mit Herz und Schnauze zum Lachen und zum Weinen. Ihr Tod am 20. November 1991 hat nicht einfach eine Lücke, sondern ein gewaltiges Loch hinterlassen. Bis heute vermag es keiner zu schließen. Denn Henne war nicht nur eine exzellente Sängerin, Tänzerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Entertainerin. Sie war Kult, Sensation - aber vor allem eine ungewöhnliche Frau.

Auch wenn sie von sich behauptete: "Ick bin, wat wa alle sind, een kleenet Menschenkind." Langweilig war ihr Leben nie. Es war Achterbahnfahrt, Formel-1-Rennen. Schon als 4-Jährige die erste Verrücktheit: Sie haut von zu Hause ab und will von Berlin nach Danzig laufen. "Ick werde Quatschmacher", teilt sie der Mutter mit. Und schlägt damit völlig aus der Art. Das Nesthäkchen geht trotzdem seinen Weg. Nach dem Schauspielstudium gerät die junge Helga in die »Leipziger Pfeffermühle« und ins politische TV-Kabarett »Tele BZ«. Alles noch viel zu ernst für die quirlige Frau. Endlich, 1974, die Schicksalsbegegnung: Sie lernt die Texterin Angela Gentzmer kennen: »Traudl Schulze«, Hennes Paraderolle mit Berliner Kodderschnauze, wird geboren - und damit eine Karriere wie ein Vulkanausbruch.

Eigene Shows en masse. Sie tanzt, steppt, moderiert, was das Zeug hält. Und lebt auch privat aus dem Vollen: "Lieber lichterloh brennen als langsam verglühen." Rauchen, essen, lieben - alles mit der Lust des letzten Mals. Kaum ein Mann, der da mithalten kann. Ihre Beziehung zu dem Regisseur Ralf Thieme zerbricht nach 15 Jahren. Die Trennung schmerzt, auch ohne Kinder. Nach ihm gibt es keinen Mann mehr in ihrem Leben, nur ein unerreichbares Idol: Robert Redford. Die Arbeit wird immer wichtiger. Henne ackert - und genießt den Erfolg. "Wenn jemand uff de Straße zu mir sagt: »Helga, weiter so!« - dit isset, eh!"

Eine (Not)-Lüge zum Schluss. Ihre Liebe schenkte sie dem Publikum. Ihm hatte sie ihre ganze Seele verschrieben. Nur am Ende flunkerte sie uns an - niemand sollte von ihrem Lungenkrebs wissen. "Die Leute sollen doch sagen: »Dabei war se kernjesund, als se starb.«

Die Show ist eine Gemeinschaftsproduktion von SUPERillu, MDR, RBB und Friedrichstadtpalast und wird im MDR FERNSEHEN und RBB FERNSEHEN übertragen.

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